Nordirland: Die Causeway Coastal Route

Hallo ihr Lieben,

unser Trip ins wunderbar grüne Nordirland ist vorbei, doch ein kleines bisschen Herz habe ich mit Sicherheit dort gelassen. Die Abende vor dem Kamin in unserem gemütlichen Cottage, die heiteren Roadtrips auf der falschen Straßenseite, die regnerischen und windigen Ausflüge entlang der Küste - all das war wirklich magisch. Wenn deine einzigen Nachbarn eine Herde Schafe ist, dann findest du endlich Zeit zum Entspannen. Oder eben zum krank werden. Trotz meiner fiesen Erkältung sind wir ein bisschen in Nordirland rumgekommen. Als besonderer Ausflug ist mir die Causeway Coastal Route im Gedächtnis geblieben.

An der nördlichen Küste entlang erstreckt sich eine etwa 190 Kilometer lange Strecke voller atemberaubender Sehenswürdigkeiten. Für einen Tagesausflug haben wir uns die vier interessantesten Orte herausgepickt und besucht. Viel Spaß beim Lesen!

Die Causeway Coastal Route

Start: Belfast

Als Startpunkt für diese Route wird oft Belfast empfohlen. Von hier aus gibt es die Möglichkeit über verschiedenste Anbieter einen Wagen zu mieten und die Gegend auf eigene Faust zu erkunden. Aber Vorsicht – Linksverkehr! Seid euch bewusst, dass ihr in Nordirland auf der falschen Straßenseite fahren müsst. Am Anfang ist dafür einige Konzentration gefragt, aber mit der Zeit hat man den Bogen raus. Auch wenn es sich immer noch sehr falsch anfühlt.

1.Stopp: The Gobbins

Den ersten Stopp der klassischen Route konnten wir leider nicht besuchen. Wegen Orkan "Orphelia" war der Klippenpfad "The Gobbins" leider nicht zugänglich. Zu Schade, denn der sah auf den Bildern wirklich spektakulär aus. Deshalb ist diese Station trotzdem in meinem Guide gelandet. Vielleicht habt ihr bei eurem Besuch ja mehr Glück!

2.Stopp: Carrick-a-Rede Hängebrücke

Auch beim zweiten Stopp machte "Orphelia" uns leider einen Strich durch die Rechnung. Die wackelige Hängebrücke, die an dieser besonderen Stelle zwischen zwei Klippen gespannt ist, war an diesem Tag wegen zu starker Windböen leider nicht betretbar. Wir parkten trotzdem unser Auto und liefen zur besagten Rope Bridge, die den Zugang zur unbewohnten Insel Carrick-a-Rede möglich macht. Der Wind war tatsächlich unglaublich stark, sodass der Weg dorthin deutlich anstrengender war als gedacht. Die Aussicht hat sich aber dennoch gelohnt!

Die Brücke wurde vor mehr als 200 Jahren von Fischern an dieser Stelle angebracht. Natürlich wird sie bis heute erneuert und gesichert, damit sie auch für Touristen zugänglich ist. Ganze 30 Meter ragt sie über den reißenden Wellen und ermöglicht so das wacklige Überqueren der Schlucht. Eine Erfahrung, die ich wirklich nur zu gerne gemacht hätte. An der Küste werden auch immer mal wieder Haie, Wale oder Delfine gesichtet. Also haltet Ausschau!

Der Eintritt war für uns an diesem Tag umsonst, da die Brücke nicht überquert werden konnte. Regulär könnt ihr hier mit Preisen von £7 für Erwachsene und £3.50 für Kinder rechnen.

3.Stopp: Giant's Causeway

Dieser besondere Ort der Causeway Coastal Route bedeutet übersetzt “Damm des Riesen” und gehört seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe.  Der Giant's Causeway erstreckt sich etwa 5 Kilometer entlang der Küste und ist unter anderem gesäumt von 40 000 einzigartig geformten Steinsäulen. Sie sind an der höchsten Stelle sogar bis zu 12 Metern hoch und über 60 Millionen Jahre alt. Der Legende nach wurden die sechseckigen Säulen von dem Riesen Fionn geformt, der sich mit dem Bau eines Dammes vor seinem Widersacher schützen wollte. Die genauere Geschichte könnt ihr euch bei einem Spaziergang am Causeway mit einem Audioguide anhören, der beim Eintrittspreis bereits enthalten ist. Ihr könnt die Geschichte des Riesen Fionn aber auch in diesem Video anschauen. Warum die Steine diese bemerkenswerte Form tatsächlich haben, weiß niemand so genau. Der Eintritt für den Giant's Causeway beträgt für Erwachsene £10.50 und für Kinder £5.25.

Der Eintritt lohnt sich definitiv, da es neben dem unglaublichen Anblick noch vieles Weiteres zu sehen gibt. Der Audioguide ist wirklich sehr charmant gemacht, die Wege nach Schwierigkeit kategorisiert und gut begehbar. Das hauseigene Café lädt zu einer Auszeit mit einer (sehr leckeren) heißen Schokolade ein und der Museumshop führt tolle regionale Kleinigkeiten. Der Giant's Causeway ist also definitiv einen Stopp wert.

4.Stopp: Dunluce Castle

Dunluce Castle ist eine der größten Burgruinen in Irland. Im 16.Jahrhundert hat es der Familie MacQuillan gehört, bis der MacDonnell Clan die Burg an sich riss. Es ranken sich viele Geschichten um die beeindruckende Ruine. Gebaut direkt an den reißerischen Klippen von Nordirlands Küste, bietet sie einen spektakulären Anblick... der allerdings nicht ganz ungefährlich ist. 1639 stürzte die Küche während eines starken Sturms in die Abgründe und ins Meer. Heute ist der Zutritt sicher und es gibt viele spannende Zusatzinformationen und Hintergründe über die Architektur, Raumaufteilung und das Leben der Bewohner vor langer Zeit. Mir hat der Stopp am Dunluce Castle besonders gut gefallen und Ed Sheeran's Song "Castle on the Hill" summte durchgängig durch meinen Kopf. Der Eintritt für Erwachsene beträgt £5.00, für Kinder £3.00.

5.Stopp: The Dark Hedges

 

Vorsicht - Game of Thrones Nerdism incoming! Diese wunderschöne Buchenallee wurde im 18.Jahrhundert von der Stuart Familie gepflanzt und wuchs zu einem magischen Ort heran. Wer die Straßen entlang zu diesem Stopp fährt, rechnet nicht mit einer Straße wie dieser. Es tummeln sich mittlerweile viele Touristen an den Dark Hedges, nicht zuletzt wegen der HBO Serie Game of Thrones. Die Allee war Drehort für Staffel 2: the King's Road. Entlang welcher es Arya, gemeinsam mit Gendry, gelang aus Kingslanding zu fliehen. Die beste Zeit für Fotos und eine magische Atmosphäre? Früh morgens, bevor all die anderen Touristen aufkreuzen. Es lohnt sich zeitig aufzustehen!

Die Causeway Coastal Route bietet unendlich viele Möglichkeiten und Ausflugsziele. Die vier Stopps, die wir besucht haben waren alle absolute Highlights für mich und ich würde sie euch alle empfehlen zu besuchen. Welche Sehenswürdigkeiten es in und rund um Belfast gibt, erzähle ich euch im nächsten Beitrag. Hier findet ihr meine Essentials für den Trip nach Nordirland.

In welches Land würdet ihr gerne mal reisen? Und welches Naturphänomen wollt ihr gerne einmal sehen? Verratet es mir in den Kommentaren!

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