Sardinia Travelguide – Der Norden

Hach Sardinien, Danke für die vergangene Woche gefüllt mit traumhaften Stränden, kurvigen Straßen und leckerer Pizza. Ausgangspunkt für diesen Travelguide ist der Norden der Insel bzw. die Umgebung der beiden Städte Alghero und Olbia. Wo wir besonders gut gegessen, die schönste Strände entdeckt und wir Abenteuer erlebt haben, das gibt es im heutigen Blogbeitrag nachzulesen.

Spiaggia la Pelosa

Dieser Strand liegt etwa eine Stunde Autofahrt von Alghero entfernt. Eine Strecke, die für einen Tagesausflug durchaus zu bewältigen ist. Leider hat es an dem Tag, an dem wir dort waren so stark gewindet, dass es richtig weh getan hat dort Zeit zu verbringen. Der Sand hat sich wie kleine Messerstiche auf der Haut angefühlt. Also checkt im Vorhinein auf jeden Fall die Windstärke! Nichtsdestotrotz ist der Strand paradiesisch schön!

Parco Naturale Regionale di Porto Conte

Wei das Wetter an den ersten Tagen leider nur sehr wenig Beachtime zugelassen hat, haben wir uns dazu entschlossen Wandern zu gehen. Zum Nationalpark Porto Conte fährt man mit dem Auto circa eine halbe Stunde. Von hier aus kann man beispielsweise zur Grotta di Nettuno oder zu den atemberaubenden Klippen auf der Nordseite der Halbinsel hiken (Via ferrata del Cabirol). Vielleicht seit ihr cleverer als wir und findet die offiziellen Wanderwege, wir sind leider einige Zeit entlang der Hauptstraße gelaufen. Irgendwie scheint unser Orientierungssinn an dem Tag noch in Deutschland gewesen zu sein 😉

Gelateria 'I Bastioni'

YUUUUUUM ist alles was ich hierzu sagen kann. Besonders das Bananeneis hat so so lecker geschmeckt. Meine Empfehlung für Gelato in Alghero. Zusätzliches Schmankerl: die farbenfrohe Einrichtung und die Lage direkt an der Strandpromenade.

Bastioni Marco Polo 5, Alghero

 

Pizzeria Atlantide

Die leckerste Pizza auf Sardinien habe ich hier gegessen. Die Pizzeria Atlantide liegt direkt neben der Gelateria 'I Bastioni' und lässt sich daher super miteinander verbinden 😉 Hier müsst ihr allerdings Glück haben, denn die Plätze sind begrenzt.

Bastioni Marco Polo 1, Alghero

Capo Figari

Auch hier haben wir das windige Wetter für eine kleine Wanderung genutzt. Etwa eineinhalb Stunden dauert der Aufstieg auf den Capo Figari. Auf dem Kipfel steht eine alte Ruine, in der Guglielmo Marconi im 20.Jahrhundert an der Funktelegrafie geforscht hat. Für diese Arbeit hat er 1909 sogar den Nobelpreis in Physik überreicht bekommen. Denkt an ausreichend Wasser und festes Schuhwerk. Die kleine Wanderung ist gut zu schaffen.

Cala Moresca

Wenn ihr vom Capo Figari wieder herunterklettert kommt ihr beim Strand Cala Moresca vorbei, einer kleiner Bucht, die traumhaft schön und gar nicht überfüllt ist. Packt also die Badesachen ein und entspannt euch hier nach getaner Arbeit!

Segeltour mit Dea del Mare

Als Highlight haben wir am letzten Tag eine Segeltour gebucht. Als Anbieter wurde uns "Dea del Mare" in Palau von unserer Gastgeberin empfohlen. Von 10 bis circa 18 Uhr waren wir unterwegs, wurden an Board bewirtet und haben an verschiedenen Buchten Halt gemacht. Wenn ihr Strände fernab vom Tourirummel besuchen wollt, dann kann ich euch diese Touren ans Herz legen. Wir haben für den gesamten Tag 90€ pro Person gezahlt und waren gemeinsam mit 10 weiteren Gästen und den beiden Skippern an Bord.

Anticas Licanzias

Pizza & Pasta gehören nicht zur traditionellen sardischen Küche. Da ich allerdings Fisch nicht so gerne mag, waren wir immer auf der Suche nach den besten Alternativen. Dieses Restaurant hat mir die liebe Cati von @not_another_diet empfohlen. Diese Empfehlung kann ich definitiv bestätigen!

Via Tempio 3, Olbia

Unterkunft bei Olbia

Eine Empfehlung, die aus tiefstem Herzen kommt, ist das B&B Monteruiu von Tansy. Das Haus liegt etwas im Landesinneren und ist umgeben von hohen Bergen und ganz viel Nichts. Die Ruhe und die Atmosphäre war wirklich atemberaubend. Die Gastgeberin hat sich super viel Zeit für uns genommen, tolle Empfehlungen und Tipps gegeben und uns stets mit so viel Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft empfangen, dass wir uns fast ein bisschen wie zu Hause gefühlt haben. Das Frühstück hat keine Wünsche offen gelassen und von den beiden Hunden muss ich ja gar nicht erst anfangen 😉 Außerdem haben wir einen neuen Kumpel: Enrico, das Pony.

Was mir an Sardinien leider nicht so gut gefallen hat

Fahrstil der Sarden

Dem italienischen Fahrstil wird ja allerlei nachgesagt. Auf Sardinien haben wir es zum ersten Mal am eigenen Leib zu spüren bekommen. Auf den meisten Straßen ist 50 km/h die erlaubte Höchstgeschwindigkeit. Das scheint die anderen Verkehrsteilnehmer aber nicht die Bohne zu interessieren. Andauernd klebte uns ein Autofahrer am Hinterteil, sodass die Situationen des öfteren nicht ganz ungefährlich waren. Ebenso die Überholmanöver, die wir beobachten konnten. Wer hier mit dem Auto unterwegs ist, der braucht starke Nerven.

Müll

Was man auch beim Auto fahren beobachten kann: Müll. Und das in Mengen. An Fahrbahnrändern und Parkplätzen laden die Menschen Säckeweise Abfall ab, der dann einfach da liegen bleibt. Das trübt etwas die sonst wunderschöne Landschaft der Insel.

Essenszeiten und Siesta

Eine weitere Sache, die uns mit unserem deutschen Rhythmus etwas zu schaffen gemacht hat, waren die Öffnungszeiten der Geschäfte, Supermärkte und Restaurants. Mittags zwischen 13 und 16 Uhr hat kaum etwas geöffnet und Abendessen kann in vielen Gaststätten erst ab 19 Uhr bestellt werden. Wenn man dann hangry durch die Straßen läuft und verzweifelt nach etwas zu Essen suchen muss, dann trübt das die Stimmung. Oft mussten dann Alternativen herhalten, mit denen wir nicht wirklich zufrieden waren.

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